Die Aktie der VP Bank

Wirtschaftliches Umfeld 2016

Das Jahr 2016 gilt als politisch denkwürdig. Die britische Bevölkerung entschied sich im Juni für einen EU-Austritt und in den USA setzte sich Donald Trump bei den US-Präsidentschaftswahlen durch. An den Finanzmärkten nahm man per Saldo die Ergebnisse der beiden Urnengänge gelassen auf. Die sich in der 2. Jahreshälfte 2016 verbessernden globalen wirtschaftlichen Perspektiven wirkten dabei stützend. Vor allem die mit dem steigenden Ölpreis gewachsene Konjunkturzuversicht in den rohstoffexportierenden Schwellenländern und die stabilen Wachstumsraten in China sorgten für einen kompensierenden positiven Nachrichtenfluss. 

In den USA fiel das Wachstum in den ersten sechs Monaten zunächst schwach aus. Erst in der zweiten Jahreshälfte konnte die grösste Volkswirtschaft der Welt an Dynamik hinzugewinnen. Der US-Arbeitsmarkt präsentierte sich hingegen ganzjährig von seiner freundlichen Seite: Der positive Trend des Stellenaufbaus setzte sich auch im Jahr 2016 fort. Lag die Arbeitslosenquote im Januar noch bei 5 Prozent, waren es zum Jahresende 4.7 Prozent. Das arbeitnehmerfreundliche Umfeld führte schliesslich zu steigenden Löhnen. Da gleichzeitig die gestiegenen Ölpreise die Teuerungsraten wieder erhöhten und das vielerorts befürchtete politische Erdbeben nach dem Sieg von Donald Trump ausblieb, reagierte die US-Notenbank zum Jahresende mit einer zweiten Zinserhöhung im aktuellen Straffungszyklus. 

Erstaunlich robust erwies sich die Konjunktur der Eurozone. Während im Vorfeld des britischen EU-Referendums die Furcht vor einem wirtschaftlichen Einbruch im Falle eines Anti-EU-Entscheids gross war, reagierte die Realwirtschaft relativ gelassen. In Grossbritannien kam es gar im Herbst zu einer beachtlichen konjunkturellen Stimmungsaufhellung: Die britischen Unternehmen freuten sich infolge der deutlichen Pfund-Abwertungen nach der Volksbefragung über eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit. Auch auf dem europäischen Festland kam es zu keinen tieferen wirtschaftlichen Blessuren, schliesslich hat der britische Urnengang bislang lediglich theoretischen Charakter. Erst die vertragliche Ausgestaltung der zukünftigen Beziehung Grossbritanniens zur EU und der sich daran anschliessende tatsächliche EU-Austritt werden die Konsequenzen spürbar machen.

Wenngleich die Inflationsraten in der Eurozone in den Herbstmonaten wieder etwas höheren Niveaus entgegenstrebten, entschied sich die Europäische Zentralbank (EZB) für eine Fortsetzung des expansiven geldpolitischen Kurses. Unter Herausrechnung der Energiepreiskomponente blieb die Teuerungsentwicklung träge, weshalb EZB-Präsident Mario Draghi an den monatlichen Wertpapierkäufen - wenngleich in reduzierter Form – vermutlich bis Ende 2017 festhalten wird. Die divergente Geldpolitik dies- und jenseits des Atlantiks setzte den Euro gegenüber dem US-Dollar unter fortgesetzten Abwertungsdruck. Das Währungspaar EUR/USD notierte im Dezember 2016 schliesslich nur knapp über der Parität.

«Licht am Ende des Tunnels» hiess es für die Schweizer Wirtschaft. Nach dem infolge der Franken-Aufwertung wirtschaftlich schwierigen Jahr 2015 ging es im Jahr 2016 wieder bergauf. Selbst die Exportwirtschaft konnte aufgrund eines Margenverzichts wieder Tritt fassen. Auch die Deflationsphase fand ihr Ende: Im Dezember stagnierte die Teuerung. Damit stand seit mehr als zwei Jahren wieder eine Inflationsrate ohne negatives Vorzeichen zu Buche. Da der Aufwertungsdruck auf den Franken anhielt, nahm die SNB die auslaufenden preisdämpfenden Effekte und die deutlich verbesserte Unternehmensstimmung zum Anlass, einen etwas stärkeren Franken zu tolerieren. Die grundsätzliche geldpolitische Ausrichtung blieb derweil das gesamte Jahr 2016 unverändert. Während die SNB von Devisenmarktinterventionen weiterhin Gebrauch machte, bestand keine Notwendigkeit für Zinsänderungen. 

 

Die Aktienmärkte 2016

Aus geopolitischer und makroökonomischer Sicht war das Jahr 2016 besonders bewegt. Zu Beginn lag der Fokus vieler Anleger noch auf wirtschaftlichen Fragestellungen wie beispielsweise der drohenden Wachstumsabschwächung in China und entsprechend deflationären Begleiterscheinungen. Der Fokus verlagerte sich mit dem Austritt Grossbritanniens jedoch zusehends ins Politische und erlangte mit der Wahl von Donald Trump zum 45. US-Präsidenten ihren Höhepunkt. So unerwartet diese Ereignisse auch waren, die oft prognostizierten Panikverkäufe an den Aktien- und Bondmärkten blieben trotz dieser geopolitischen Grossereignisse weitgehend aus. Weder Trump oder Brexit noch tendenziell hohe Bewertungen bei fallenden Gewinnen und einem steigenden Zinsumfeld sorgten für nennenswerte und anhaltende Verunsicherung.

Der globale Aktienmarktindex MSCI World erhöhte sich im vergangenen Kalenderjahr um rund 8.2 Prozent. Die treibende Kraft hinter der erfreulichen Kursentwicklung waren die Schwellenländeraktien mit einem Plus von rund 11.6 Prozent. Besonders die vergleichsweise starke Erholung der Erdölpreise führte bei den lateinamerikanischen Schwellenländer zu einem regelrechten Kursfeuerwerk (31.5 Prozent). Weniger erfreulich präsentierte sich die Lage in Europa. Der Euro Stoxx 50 Index, welcher die 50 grössten Unternehmen der Eurozone umfasst, erhöhte sich um vergleichsweise magere 4.7 Prozent und der Schweizer Aktienmarkt (SMI) schloss das Jahr gar leicht im Minus. 

Generell wurden die Kursanstiege nicht durch höhere Gewinne gerechtfertigt und schlugen sich faktisch vollständig in höheren Bewertungen nieder.

 

Die Aktie der VP Bank

2016 wurden die kotierten Inhaberaktien der VP Bank mit einem Nennwert von CHF 10.00 in Namenaktien A mit gleichem Nennwert umgewandelt. Die bestehenden, nicht kotierten Namenaktien mit einem Nennwert von CHF 1.00 blieben als Namenaktien B unverändert bestehen und werden auch künftig nicht an der Börse gehandelt. Der erste Handelstag der Namenaktien A war der 6. Mai 2016.

Seit Ende 2012 verzeichnete die Aktie der VP Bank ein enormes Kurswachstum von 66.2 Prozent ohne Dividende bzw. 92.7 Prozent inkl. Dividende. Diese starke Rendite übertraf sowohl den Schweizer Bankenindex als auch den breiten Schweizer Aktienmarkt (SMI) markant. Besonders die Jahre 2013 sowie 2016 waren von erheblichen Kurszuwächsen gekennzeichnet. Im Betrachtungszeitraum verzeichnete die Aktie ihren Tiefstkurs (CHF 65.00) im Januar 2013 und ihren Höchststand (CHF 111.90) Ende Dezember 2016. Die durchschnittliche Volatilität im gesamten Betrachtungszeitraum lag etwas über jener des Gesamtmarktes, aber deutlich unter der Volatilität der meisten Konkurrenten.

Im Jahr 2016 gehörte die Aktie der VP Bank ebenso zu den klaren Gewinnern. Mit einem Plus von 37.1 Prozent (inkl. Dividende) übertraf sie sowohl den breiten Schweizer Aktienmarkt als auch den Schweizer Bankensektor um jeweils 40 Prozent bzw. gar 52 Prozent. Die Aktie glänzte im vergangenen Jahr durch einen relativ konstanten Aufwärtstrend. Der Tiefstkurs wurde im Januar erreicht (CHF 78.05) und der Höchstkurs im Dezember (CHF 111.90). Im Durchschnitt notierte die Namenaktie A bei CHF 93.20. Die VP Bank schüttete im Mai 2016 eine Dividende von CHF 4.00 aus, was einer Dividendenrendite von 4.2 Prozent entsprach.

 

Investor Relations

Ziel der Investor Relations der VP Bank ist es, Aktionären und anderen Kapitalmarktteilnehmern in einem offenen und kontinuierlichen Dialog ein getreues Bild der Unternehmensgruppe zu vermitteln und die interessierte Öffentlichkeit über die aktuellen Entwicklungen umgehend zu informieren.

Zu den Aufgaben der Investor Relations-Arbeit zählen Gespräche mit Analysten und Investoren, die Verbreitung von Ad-hoc-Informationen bei börsenrelevanten Geschäftsvor­fällen, die Erstellung des Geschäftsberichtes, die Berichterstattung über die Jahres- und Halbjahresergebnisse sowie die Organisation der Generalversammlung.

Für die 54. Generalversammlung am 28. April 2017 wurde der gesamte Einladungsprozess in Zusammenarbeit mit einem renommierten Spezialisten überarbeitet und optimiert. Den Aktionären steht nun eine bequeme Online-Anmeldung zur Verfügung. Ebenso gibt es die Möglichkeit einer vorzeitigen Online-Abstimmung mittels E-Votings oder der Abstimmung vor Ort mit Televoting. Im Zuge der Digitalisierungsstrategie der VP Bank tragen diese Änderungen zu erhöhtem Bedienungskomfort, gesicherter Anonymität und rascheren Abstimmungsergebnissen bei.

Im Jahr 2016 führte die VP Bank im Rahmen ihrer Investor Relations-Aktivitäten zahlreiche Analysten- und Pressegespräche, um die Kommunikation mit Investoren und Finanz­intermediären zu vertiefen. Für Mai 2017 ist der 3. Investorentag der VP Bank in Luxemburg geplant.

Aufgabe der Investor Relations der VP Bank ist auch das Gewährleisten der «Corporate Language» – also einer einheitlichen Sprache des Unternehmens nach innen und aussen, um alle Zielgruppen gleich zu behandeln. Über entsprechende Schnittstellen stellt die VP Bank einheitliche Unter­nehmens­informationen auf unterschiedlichen Publikationsplattformen sicher.

Die regelmässigen Präsentationen der VP Bank zur aktuellen Ergebnisentwicklung dienen dem Ausbau der Kommunika­tion mit institutionellen und privaten Anlegern. Ergänzend dazu steht die Website www.vpbank.com und der Online-Geschäftsbericht unter report.vpbank.com mit sämtlichen aktuellen Informationen zur Verfügung. Seit 2015 steht auch der Halbjahresbericht der VP Bank als Online-Version zur Verfügung. 

Der Weiterentwicklung des Geschäftsberichts der VP Bank Gruppe gemäss internationalen Trends und gesetzlichen Anforderungen wurde auch 2016 besondere Bedeutung beigemessen; das Thema «60 Jahre VP Bank» stand bei der Gestaltung im Mittelpunkt.

Insgesamt fünf internationale Auszeichnungen für den Geschäftsbericht 2015 der VP Bank Gruppe bewiesen die hohe Qualität der Informationspolitik und stellten erneut die gestalterische Kreativität der VP Bank unter Beweis. Im Rahmen der «ARC Awards» erhielt der Geschäftsbericht der VP Bank einen Gold Award für die ansprechenden Illustrationen rund um das 60-jährige Firmenjubiläum. Die «ARC Awards» werden seit 30 Jahren in den USA verliehen. Einen Gold Award erhielt der Geschäftsbericht auch von den «Stevie Awards» aus den USA als «Best Annual Report – Print». Weitere Auszeichnungen kamen vom «Galaxy Award» sowie dem «Vision Award» der LACP, der «League of American Communications Profes­sionals».

Auch die Online-Version des VP Bank Geschäftsberichtes 2015 wurde mit vier internationalen Awards ausgezeichnet. Eine Jury aus Kommunikations- und Finanzprofis reihte ausserdem im Rahmen des «Schweizer Geschäftsberichte-Ratings 2015» den Geschäftsbericht der VP Bank Gruppe erneut unter die besten 15 Berichte aus der Schweiz und Liechtenstein.

Die Ratingagentur Standard & Poor’s bestätigte im Juli 2016 das «A–»-Rating für die VP Bank und erhöhte den Ausblick von «Negative» auf «Stable». Das bestätigte Rating und der verbesserte Ausblick berücksichtigten die operativen Fortschritte der VP Bank und die umsichtige Bewirtschaftung der Risiken sowie die sehr starke Kapitalausstattung und die erfolgreiche Integration der Centrum Bank. Dies widerspiegelte laut Beurteilung von Standard & Poor’s die Fähigkeit der VP Bank, profitables Wachstum zu generieren, ohne dabei die Kapitalausstattung zu schmälern. Am 2. März 2017 verbesserte Standard & Poor’s den Ausblick neuerlich von «Stable» auf «Positive».

Somit verfügt die VP Bank über ein «A–/Positive/A–2»- Rating. Dieses sehr gute Rating und der positive Ausblick bestätigen das solide und erfolgreiche Geschäftsmodell der VP Bank Gruppe. Die VP Bank ist eine der wenigen Privatbanken in Liechtenstein und der Schweiz, die von einer internationalen Ratingagentur bewertet werden. Der aktuelle Ratingbericht von Standard & Poor’s steht auf der Website der VP Bank unter «Investoren & Medien» als PDF-Download zur Verfügung.

Analysten der MIRABAUD Securities LLP, der Research Partners AG sowie der Zürcher Kantonalbank erstellen auf regelmässiger Basis Berichte über die VP Bank. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  1. Inklusive Namenaktien B
  2. Per 2. März 2017

Weitere Angaben zur Kapitalstruktur sowie zu den Anker­aktionären der VP Bank finden Sie im Kapitel «Corporate Governance».

 

Kontakt

Tanja Muster · Leiterin Group Communications & Marketing

T +423 235 66 55 · F +423 235 65 00

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